Welcher Spruch kommt auf einer Geburtstagskarte gut an?

Das Geschenk ist gekauft, eingepackt und die Blumen liegen daneben. Fertig ist das Geschenk trotzdem noch nicht ganz: Es fehlt die Geburtstagskarte. Und die ist nicht so einfach zu schreiben, wie man vielleicht zuerst denkt. Ein schnelles „Alles Gute zum 35. Geburtstag“ wird dem Geburtstagskind wohl nur ein schmales Lächeln abringen. Was also kommt auf die Karte, damit der Beschenkte auch echte Freude empfindet? Und wie gestaltet man die Karte ansehnlich genug, sodass sie nicht einfach zwischen all den anderen untergeht und nach einigen Tagen in einer staubigen Ecke oder gar im Müll landet?

Happy Birthday auf Tafel

Geburtstagssprüche und andere Aufmerksamkeiten (Foto: © Robert Kneschke / Dollar Photo Club)

Die goldene Regel ist so simpel wie genial: In den meisten Fällen punkten selbstgemachte Karten besser als gekaufte. Schon beim Basteln der Karte sollte man sich ruhig etwas Zeit nehmen, um sie so zu gestalten, dass sie zwar einem selbst gefällt, aber vor allem natürlich dem Empfänger. Auch die Farbe der Karte hat Einfluss auf das Gesamtbild: Helle Farben haben eine fröhliche, heitere Wirkung. Selbstverständlich sind aber auch gekaufte Geburtstagskarten oder Vorlagen erlaubt. Das Wichtigste ist schließlich der persönliche Schriftgruß an das Geburtstagskind.

Eine eindrucksvolle Karte für Jung oder Alt kreieren

Handelt es sich um eine Glückwunschkarte für ein Kind, ist es keine schlechte Idee, einen Helden darauf zu kleben, beispielsweise Spiderman, Micky Maus oder SpongeBob. Ohne die Karte überhaupt gelesen zu haben, werden sich die Kleinen schon alleine darüber freuen.

Bei einem Erwachsenen gilt es, mit dem Geburtstagsspruch Emotionen und tiefere Gefühle hervorzurufen, beispielsweise indem man Fotos aufklebt, die einen mit dem Geburtstagskind verbinden. Oder es können Erinnerungen oder Erlebnisse erwähnt werden, die man mit dem anderen durchlebt hat. Es ist auch möglich, ein Gedicht zu verfassen, wobei dies allerdings ein wenig mehr Zeit in Anspruch nimmt als der Spruch. Es lohnt sich jedoch immer, denn Texte haben in unserer Geschichte ganze Völker beeinflusst und angeleitet.

Beispiele gern gelesener Geburtstagssprüche:

Man wird nicht älter, sondern besser. (Theodor Fontane)
Jeder, der sich die Fähigkeit erhält, Schönes zu erkennen,
wird nie alt werden. (Franz Kafka)
Werde, was du noch nicht bist,
bleibe, was du jetzt schon bist.
In diesem Bleiben und diesem Werden
liegt alles Schöne hier auf Erden. (Franz Grillparzer)

Allerdings sollte nicht einfach irgendetwas geschrieben werden. Es muss auf das Geburtstagskind abgestimmt sein und dazu noch möglichst gut klingen, sodass es nicht unter die Kategorie „Lieb gemeint, aber total daneben“ fällt. Am besten, man notiert sich vorher einige Stichpunkte, die man in das Gedicht einbringen möchte. Geburtstagssprüche sollten die Menschen für einige Augenblicke zum Träumen anregen und sie an die vergangenen Jahre erinnern.

Beim Schreiben eines einfachen Spruchs sollte man an die Charaktereigenschaften des jeweiligen Geburtstagskindes denken und überlegen, ob der angedachte Vers überhaupt zu ihm oder ihr passt. Schließlich gibt es viele Arten von Sprüchen: lustige Floskeln, coole Zitate – und freche oder gar gemeine Glückwünsche, die wirklich nicht für jeden passend sind.

Giftige Sprüche, für die man eine ganze Portion Humor braucht

„Auch Dein Gedächtnis war schon besser,
dafür bist Du ein guter Esser,
man kann eben nicht alles haben,
Genuss und auch der Schönheit Gaben.“

Freche und gemeine Geburtstagssprüche sind nicht immer angebracht. Es versteht sich von selbst, dass man das Geburtstagskind keinesfalls demütigen oder zu Tränen bringen will: Die fiesen Sprüche sollen witzig sein und machen sich etwas lustig über das Geburtstagskind. Wer aber so etwas nicht verträgt, wird vielleicht von diesen Sprüchen verletzt sein. Für Menschen, die eine dickere Haut haben und über sich selbst lachen können, sind sie allerdings eine gute Wahl.

Sie können auch gut eingesetzt werden, wenn man noch eine kleine Rechnung mit dem Empfänger offen hat, sozusagen als kleine Racheaktion. An manchen Geburtstagsfeiern werden sogar extra freche Gedichte geschrieben, um sie dann vor allen Gästen vorzutragen. Besonders auf Geburtstagsfesten für ältere Semester ist dies oft ein lustiges Ereignis, welches Stimmung in die Feier bringt.

Entscheidet man sich also für einen frechen Spruch, gilt es an die Vergangenheit zu denken und zu überlegen, ob einem irgendetwas Peinliches über den Menschen einfällt. Wenn ja, hat man schon so gut wie gewonnen, denn dies ist die Basis. Aus dem erinnerten Ereignis wird jetzt der Spruch kreiert, dabei bleibt einem selbst die Entscheidung, wie fies oder neckend er werden soll. Aber Achtung: Im Hinterkopf muss immer die Frage präsent sein, wie viel das Geburtstagskind einstecken kann. Anhand dessen sollte der Spruch gemessen werden. Menschen sind verschieden, der eine verträgt weniger, der andere mehr.

Geburtstagsreden schreiben, die begeistern

Eine Geburtstagsrede ist etwas sehr Berührendes und Emotionales, wenn man sie richtig angeht. Alles dreht sich darum, die richtigen Worte zu finden und das Geschriebene gut rüberzubringen, das ist nicht immer leicht. Der Anfang mag noch gut von der Hand aufs Papier gehen, aber was dann? Freundliche Worte, die aufrichtig und ehrlich sind, kommen auf jeden Fall gut an. Dabei darf aber nicht zu dick aufgetragen werden, auch wenn die Rede herzlich geschrieben sein sollte.

Freunde stoßen mit Getränken an

Mit einer Geburtstagsrede oder einem Ständchen kann man das Geburtstagskind besonders ehren (Foto: © nenetus / Dollar Photo Club)

  • Als Erstes müssen Ideen gesammelt werden, anfangs ruhig völlig unkritisch, alles was einfällt, ist erlaubt.
  • Es hilft auch, sich den Geburtstagstermin des Jubilars zu notieren und wichtige Ereignisse herauszusuchen, die ebenfalls auf diesen Tag fallen. Vielleicht gibt es sogar Verbindungen zum Jubilar?
  • Hobbys, Interessen und Vorlieben über das Geburtstagskind sind auch von Belang. Es kann sich um eine Sportart, Haustiere, Lieblingsmusik oder den liebsten Urlaubsort handeln. In welches Theater geht die Person? Auch kulinarische Vorlieben können gesammelt werden.
  • Interessant sind auch die bevorzugten Gesprächsthemen des Jubilars: Worüber unterhält er sich im Allgemeinen gern und oft? Wofür zeigt er Interesse? Das kann alles sein, von politischen Themen bis hin zum sozialen Bereich oder prominenten Persönlichkeiten, die der Empfänger bewundert oder auch nicht.

Das ist doch schon eine ganze Menge! Bestimmt fällt Ihnen bereits beim Sammeln das eine oder andere ins Auge. Wenn Sie sich nun für ein Thema entschieden haben, bauen Sie die Idee aus.

Der rote Faden der Geburtstagsrede

Nun wird etwas gebraucht, ein roter Faden, der sich durch die ganze Rede zieht und an den man sich halten kann. Es muss etwas sein, mit dem man Verknüpfungen zum Jubilar herstellen kann. Nehmen wir beispielsweise Autorennen.

Das Geburtstagskind interessiert sich für alles rund ums Auto. Er hat zwar selbst keinen Wagen, weiß auch nichts über die einzelnen Autoteile, fährt aber trotzdem unglaublich gerne mit Mietwagen durch die Gegend – das ist mehr als genug!
Sammeln Sie Begriffe, die in der Automobilbranche üblich sind, versuchen Sie, diese mit in die Rede einzubauen und von ihnen auf den Jubilar zu schließen. Beispielsweise: „Im Denken bist du ein Ferrari…“ und so weiter.
Weitergehend gibt es ja auch durch die Autorennen viele Prominente, die genau durch dieses Thema berühmt wurden – welche von ihnen gefallen dem Jubilar?
Notieren Sie, welche Voraussetzungen es für das Autofahren braucht, und nutzen Sie diese, um ein Kompliment einzuflechten. Dazu hilft es zu vergleichen, welche Eigenschaften zu ihrem Jubilar passen, denn so können Sie in der Rede geschickt Parallelen ziehen.
Es kommt auch immer gut, berühmte Zitate einzubringen und mit diesen auf die charakterlichen Stärken, aber auch die Schwächen hinzuweisen. Wichtig ist, keine Kritik an dem Jubilar auszuüben oder ihn gar lächerlich zu machen. Es geht darum, den Jubilar zu ehren und ihm das Gefühl zu geben, dass man ihn genau so schätzt, wie er ist. Es ist aber auch nicht ratsam, zu dick aufzutragen und den Jubilar zu einem Überwesen ohne Ecken und Kanten zu machen, denn diese hat jeder.

Der Aufwand lohnt sich!

Zwar ist eine Geburtstagsrede kein Klacks, aber die viele Arbeit lohnt sich! Nicht nur der Jubilar wird durch die persönliche Rede belohnt, sondern auch Sie. Und das gleich mehrfach: Erstens macht das Recherchieren und Sammeln eine Menge Spaß, zweitens werden Sie beim Schreiben entdecken, wie viel Sie über diesen Menschen wissen und sagen können. Und zu guter Letzt ist da der Beifall nach Ihrer Ansprache, den der Jubilar und Ihre Zuhörer sicherlich mit Freude leisten werden!