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Kleiner Kuchen, viele Kerzen oder die längste Party der Welt? Am Geburtstag sind einige Rekorde möglich. (Foto: © Floydine / Dollar Photo Club)

Mit dem Geburtstag zum Weltrekord. Guinnessrekorde rund um den Jahrestag

Höher, schneller, weiter – für manche Menschen darf es auch am Geburtstag ein bisschen mehr sein. Während die einen ganz beschaulich mit ihren Freunden oder der Familie feiern, streben andere Leute nach Höherem. Denn was kann es Tolleres zum Geburtstag geben als einen Eintrag ins Guinnessbuch der Rekorde? Ob größte Torte, längste Party oder ältester Mensch der Welt, wir haben die schönsten und spannendsten Weltrekorde rund um den Jahrestag zusammengestellt.

Kleiner Kuchen, viele Kerzen oder die längste Party der Welt? Am Geburtstag sind einige Rekorde möglich. (Foto: © Floydine / Dollar Photo Club)

Kleiner Kuchen, viele Kerzen oder die längste Party der Welt? Am Geburtstag sind einige Rekorde möglich. (Foto: © Floydine / Dollar Photo Club)

Der Beginn einer möglichen Weltrekordkarriere: Die Geburt

Um Geburtstagsrekorde verzeichnen zu können, muss man zunächst einmal geboren werden. Zugegebenermaßen sind Weltrekorde rund um die Geburt eher ein Verdienst der Eltern, aber vielleicht werden bereits hier die Weichen gestellt für eine spätere Karriere als Rekordjäger. Vor allem wenn der eigene Name bereits im Guinnessbuch steht, der Rekord aber später von jemand anderem abgelöst wird, kann dies ein guter Anlass für einen neuen Rekord-Anlauf sein.

Die meisten Geschwistergeburtstage an einem Tag

Fünf auf einen Streich: In der Familie Cummins kamen gleich fünf Geschwister am gleichen Tag innerhalb von 14 Jahren auf die Welt.

Fünf auf einen Streich: In der Familie Cummins kamen gleich fünf Geschwister am gleichen Tag innerhalb von 14 Jahren auf die Welt.

Haben zwei Geschwister eng beieinander Geburtstag, ist das für die Eltern oft mit großem Aufwand verbunden. Zwei Feiern müssen innerhalb kurzer Zeit abgehalten werden, zweimal müssen Geschenke besorgt werden. Besser ist es also, wenn die Geburtstage der Kinder sich gut über das Jahr verteilen. Bei der Familie Cummins aus den USA ist das gründlich schiefgegangen. Carolyn und Ralph Cummins feiern gleich fünf Geburtstage an einem Tag. Denn ihre Kinder Catherine, Carol, Charles, Claudia und Cecilia sind alle am 20. Februar in einem Zeitraum von 14 Jahren auf die Welt gekommen. Die Wahrscheinlichkeit hierfür liegt bei ungefähr 1 zu 18 Milliarden. Die Wahrscheinlichkeit, im Lotto 6 Richtige plus Zusatzzahl zu haben, liegt übrigens bei ca. 1 zu 140 Millionen.

Schnelle und langsame Mehrlingsgeburten

Bei Mehrlingsgeburten kann es manchmal ganz schnell gehen, manchmal aber auch nicht. Die schnellsten nacheinander geborenen Zwillinge kamen in einem Abstand von nur einer Minute. Am 9. Juli 2013 brachte Cassandra Flores in Kalifornien ihre beiden Kinder Israel und Isaiah auf natürlichem Wege zur Welt und hat sich für diese schnelle Doppelgeburt den Eintrag ins Guinnessbuch redlich verdient. Deutlich mehr Zeit hat sich die damals 33-jährige Maria Jones-Elliot bei der Geburt ihrer Zwillinge gelassen. Tochter Amy kam als Frühchen am 1. Juni 2012 zur Welt, ihre Schwester Katie folgte erst am 27. August in der 36. Schwangerschaftswoche. Möglich war dies, weil es sich bei den Geschwistern um zweieiige Zwillinge handelt, die jeweils eine eigene Fruchtblase hatten. So konnte nach Amys Geburt ihre Schwester in der zweiten intakten Fruchtblase im Mutterleib verbleiben. Der Abstand der beiden Geburten beträgt 87 Tage, eine Stunde und 45 Minuten. Etwas schneller war Louise Jamison aus South Carolina. Sie brachte mit einem Gesamtabstand von 66 Stunden und 50 Minuten ihre Drillinge Christine, Catherine und Calvin zur Welt. Durch den großen Zeitabstand haben die Kinder am 2., 3. und 4. Januar Geburtstag.

Weltrekorde rund um die Geburtstagstorte

Zu einer richtigen Geburtstagsfeier gehört ein Geburtstagskuchen. So bietet sich auch die Kuchenproduktion für Weltrekorde an. Ob große Torte oder viele Kerzen, kulinarisch bleiben mit diesen Rekorden kaum Wünsche offen.

Die größten Kuchen der Welt

Die größte Geburtstagstorte ist etwa so hoch wie ein stattliches Riesenrad. Mit 33 Metern überragt sie sogar das Brandenburger Tor um 7 Meter.

Die größte Geburtstagstorte ist etwa so hoch wie ein stattliches Riesenrad. Mit 33 Metern überragt sie sogar das Brandenburger Tor um 7 Meter.

Um den höchsten Kuchen der Welt nachbacken zu können, brauchen Sie nicht nur einen megagroßen Backofen, sondern auch viel Platz im Freien. Denn der aktuelle Weltrekord für den höchsten Kuchen liegt bei 33 Metern. Gebacken wurde das Prachtstück, das 9 Meter breit und 20 Tonnen schwer ist, in Indonesien. Wollen Sie den Kuchen nachbacken, benötigen Sie:

  • 1.750 kg Puderzucker
  • 1.620 kg Zucker
  • 1.620 kg Butter
  • 162 kg Milchpulver
  • 243 kg Kakao
  • 100 Liter Zuckersirup
  • 3.240 kg Eier (dies entspricht etwa 54.000 Eiern der Größe M)

Statt in die Höhe können Sie natürlich auch in die Länge backen. Um den aktuellen Weltrekord für den längsten Kuchen zu schlagen, müssen Sie auf mehr als 2.720,21 Meter kommen. So lang ist der aktuelle Rekordhalterkuchen, der 2006 in Antalya gebacken wurde.

Aber bitte mit Sahne!

Was wäre eine Torte ohne Sahne? Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Nordostmilch AG schlugen insgesamt 1.434 Menschen gleichzeitig Sahne von Hand. Der bisherige Weltrekord konnte damit um mehr als das Sechsfache überboten werden. Für leckere Schlagsahne zum Geburtstagskuchen ist also mit diesem Rekord definitiv gesorgt.

Viele Kerzen bringen den Geburtstagskuchen zum Strahlen

Natürlich haben auf großen Kuchen auch viele Kerzen Platz, die am Geburtstag entzündet und vom Geburtstagskind ausgeblasen werden. Mit 48.523 Kerzen hält Ashrita Furman aus den USA den Rekord für die meisten Kerzen auf einem Kuchen. Übrigens gibt es auch einen Weltrekord für das Ausblasen von Kerzen. 841 Menschen haben im Januar 2015 in einem Shoppingcenter in China gleichzeitig Kerzen ausgepustet und es damit ins Guinnessbuch geschafft.

Nicht kleckern, sondern klotzen – teure Partys und ihre Ausstattung

Sie haben ordentlich Geld, aber keine zündende Idee für einen Weltrekord? Dann wählen Sie doch einen, bei dem Sie nur tief in die Tasche greifen müssen. Den bis dato teuersten Geburtstag hat der Sultan von Brunei zu seinem 50. Geburtstag ausgerichtet. Um diese Mega-Ausgabe zu toppen, müssten Sie mehr als 27,2 Millionen Euro in die Hand nehmen. Der teuerste Kuchen der Welt hat übrigens etwa 66,5 Millionen Euro gekostet. Preistreibende Elemente waren die 4.000 Diamanten, die in den Zuckerguss eingelassen waren. Die britische Designerin Debbie Wingham entwarf das gute Stück als kombinierte Geburtstags- und Verlobungstorte für einen Auftraggeber aus den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Eine gute Planung: Weitere Weltrekorde

Rund um den Geburtstag und die Geburtstagsfeier gibt es zahlreiche Bräuche und jeder feiert seinen Geburtstag anders. Auch hier gibt es viele Möglichkeiten, Weltrekorde aufzustellen. Ob Geburtstagskarten, Glückwünsche, die Party an sich oder Party-Spiele, die Möglichkeiten für einen eigenen Rekord sind vielfältig.

Das größte Geburtstagsessen aller Zeiten

Am größten Geburtstagsfestessen haben 819 Leute teilgenommen. Das Mahl fand in Utrecht statt und es gab traditionelle Leckereien. Die größte Gemeinschaftsparty von Geburtstagskindern gab es am 4. Juli 2012 in den Niederlanden. Anlässlich der Geburt von fünf Gorillababys im Zoo von Apeldoorn kamen insgesamt 228 Menschen zusammen, die an diesem Tag Geburtstag hatten.

Mit Glückwünschen ins begehrte Buch der Besten

In den USA schicken Mary Wheaton und Pat Shardelow bereits seit 1944 jedes Jahr die gleiche Geburtstagskarte hin und her und konnten sich damit den Weltrekord für ihre Ausdauer sichern. Moderner als Geburtstagskarten ist die Übermittlung von Geburtstagswünschen via Videobotschaft. In Polen erhielt die polnische Version vom Überraschungs-Ei „Kinder Niespodzianka“ 10.754 Videos aus ganz Polen, in denen gratuliert wurde. Die meisten Gratulanten sangen das traditionelle Geburtstagslied „Sto Lat“, aber auch das internationale „Happy Birthday“ war vertreten. Damit sicherte sich die Kinder-Überraschung den Eintrag ins Guinnessbuch.

46 Stunden Geburtstag – die längste Feier der Welt

Mit einer geschickten Routenplanung konnte ein Deutscher 46 Stunden lang seinen Geburtstag feiern. Mit dem Weltrekord erfüllte er sich einen Kindheitstraum.

Mit einer geschickten Routenplanung konnte ein Deutscher 46 Stunden lang seinen Geburtstag feiern. Mit dem Weltrekord erfüllte er sich einen Kindheitstraum.

Den längsten Geburtstag aller Zeiten feierte Sven Hagemeier. Der Deutsche träumte schon als Kind davon, ins Guinnessbuch der Rekorde zu kommen. 2015 erfüllte er sich diesen Wunsch mit dem längsten Geburtstag aller Zeiten. Die Datumsgrenze half ihm dabei. Mit seinem Flug von Auckland in Neuseeland über das australische Brisbane nach Honolulu auf Hawaii nutze er die verschiedenen Zeitzonen der Welt optimal aus und kam auf einen Geburtstag, der 46 Stunden andauerte.

Die ältesten Menschen und Geschwister der Welt

Weltrekorde gibt es nicht nur für die längste Feier, sondern auch für die meisten Feiern. Der älteste momentan lebende Mensch (Stand März 2016) wurde am 15. September 1903 geboren und ist damit stolze 112 Jahre alt. Israel Kristal aus Israel hat zwei Weltkriege überlebt. 1950 wanderte er von Polen nach Israel aus. Dort bekam er am 11. März 2016 im Alter von 112 Jahren und 178 Tagen den Weltrekordtitel verliehen. Doch er ist nicht der Einzige, der mit seinem Alter einen Rekordtitel erringen konnte. Die Iren Charles und Margaret Clarke haben offenbar gute Gene weitergegeben. Ihre Kinder Joseph, Charles, Patrick, James und Margaret sind alle über 100 Jahre alt geworden. Den Weltrekord bekamen sie verliehen, als die jüngste Schwester ihren 100. Geburtstag feierte. Auch Mutter Margaret hat die 100 knacken können.

Die bunten Piñatas dürfen in Lateinamerika auf keinem Kindergeburtstag fehlen. (Foto: © eSchmidt / Dollar Photo Club)

Geburtstagsbräuche – einmal um die Welt

Der Geburtstag ist ein Fest, das nahezu überall auf der Welt gefeiert wird. Doch nicht überall auf der Welt wird der Geburtstag auf die gleiche Art und Weise begangen. Die Geburtstagsbräuche unterscheiden sich, ebenso wie die Geburtstagswünsche. Wir haben uns auf eine kleine Weltreise begeben, um verschiedene Geburtstagsgrüße und -bräuche zu sammeln.

 

Feliz Cumpleaños sagt man in Spanien und Lateinamerika
Aus Lateinamerika stammt ein Brauch, der ein wenig an das hiesige Topfschlagen erinnert. Doch statt auf einen Topf schlägt man in Mexiko und anderen Ländern Lateinamerikas auf eine Figur aus Pappmaché ein, eine sogenannte Piñata. Hierbei werden den Kindern die Augen verbunden. Die Piñata wird so aufgehängt, dass sie nur mit einem Stock erreicht werden kann. Gefüllt ist die Piñata mit Süßigkeiten oder aber traditionell mit Obst. Ziel des Spieles ist es, die Piñata so lange zu bearbeiten, bis der Inhalt herausfällt. Dazu schlagen alle Kinder abwechselnd auf die Piñata ein. Auf Kindergeburtstagen sind Piñatas farbenfroh und in diversen Formen vertreten. Neben Tieren kommen auch Helden aus Comics zum Einsatz.

Die bunten Piñatas dürfen in Lateinamerika auf keinem Kindergeburtstag fehlen. (Foto: © eSchmidt / Dollar Photo Club)

Die bunten Piñatas dürfen in Lateinamerika auf keinem Kindergeburtstag fehlen. (Foto: © eSchmidt / Dollar Photo Club)

Unser Geburtstags-Tipp: Topfschlagen war gestern – so basteln Sie eine Piñata

Das wird benötigt:

  • Ein möglichst großer und runder Luftballon
  • Zeitungspapier
  • Teppichkleister zum Anrühren oder Mehl
  • Wasser
  • Material zum Dekorieren wie Krepppapier, Federn oder Glitzerpuder
  • Eventuell farbige Pappe, bunte Stifte und Kleber
  • Eine stabile Schnur
  1. Zunächst muss der Kleister angerührt werden. Verwenden Sie fertigen Kleister, rühren Sie diesen mit Wasser an, bis er eine zähflüssige Konsistenz hat. Alternativ können Sie je zwei Tassen Mehl und Wasser miteinander verrühren
  2. Zerreißen Sie die Zeitung in kleine Stücke
  3. Blasen Sie den Ballon auf und stellen Sie ihn mit dem Knoten nach unten in einen Becher – in dieser Position kann er später gut trocknen
  4. Benetzen Sie den Ballon rundum mit Kleister. Anschließend können Sie die erste Lage Zeitungsschnipsel auftragen. Kleben Sie diese leicht überlappend auf, sodass der komplette Ballon (abgesehen von dem Ende mit dem Knoten) bedeckt ist. Tragen Sie anschließend noch mindestens eine weitere Lage Zeitung auf, die Sie zuvor mit Kleister versehen haben.
  5. Anschließend muss der Ballon gut trocknen
  6. Ist der Ballon vollständig getrocknet, können Sie ihn dekorieren. Schneiden Sie fransige Streifen aus Krepp aus und kleben diese rundherum um Ihre Piñata. Auf Wunsch können Sie mit der farbigen Pappe ein Gesicht aufbringen. Kreppgirlanden können als Arme und Beine angeklebt werden
  7. Ist Ihre Piñata fertig dekoriert, zerstechen Sie den Ballon im Inneren und ziehen ihn heraus. Testen Sie, ob Sie durch das entstandene Loch die Süßigkeiten in die Piñata füllen können. Wenn nicht, vergrößern Sie das Loch ein wenig.
  8. Machen Sie rechts und links der Öffnung zwei Löcher, durch das Sie die Schnur ziehen. Mit dieser Schnur können Sie die Piñata aufhängen.
  9. Füllen Sie zum Schluss die Süßigkeiten in die Piñata. Verwenden Sie dabei keine offenen Süßigkeiten, sondern kleine Tütchen oder einzeln verpackte Bonbons. Da die Süßigkeiten auf den Boden fallen, ist dies hygienischer.

Zum Bearbeiten der Piñata während des Spiels eignet sich zum Beispiel ein gekürzter Besenstiel.

 

Zhu ni sheng ri kuai le sagt man in China
Auch in anderen Kulturen gibt es traditionelle Geburtstagsgerichte. In China wird am Geburtstag älterer Menschen „Yi Mein“ gereicht. Diese langen Nudeln sollen ein langes Leben symbolisieren. Zu den chinesischen Sitten gehört es auch, dass die Eltern am ersten Geburtstag ihres Kindes verschiedene Gegenstände wie Münzen, Blumen oder Bücher aufstellen. Das Kleinkind darf sich davon etwas aussuchen. Die Auswahl wird von den Chinesen als zukunftsweisend betrachtet, soll sie doch die späteren Interessen des Kindes widerspiegeln. Entscheidet sich das Kind beispielsweise für die Münzen, wird es später eine gute Arbeit bekommen und keine finanzielle Not haben.
Happy Birthday sagt man in Großbritannien, USA, Kanada, Australien, Neuseeland
Den Geburtstagsgruß „Happy Birthday“ kennen wir alle. Doch kennen Sie auch die Geburtstagsbräuche, die in Großbritannien, den USA oder Kanada üblich sind? Die Briten backen in den Geburtstagskuchen ein Geld- oder Schmuckstück ein. Dem Finder soll es Wohlstand und Glück für das kommende Jahr bescheren. In den USA bekommt nicht nur das Geburtstagskind Geschenke. Kleine Gastgeschenke für die Geburtstagsgäste sind ebenfalls an der Tagesordnung. Mit Kleinkindern werden sogenannte Cake-Smash-Partys veranstaltet. Hierbei wird das Kleinkind vor eine schöne Geburtstagstorte gesetzt, die es nach Herzenslust zermatschen darf. Das Ganze wird oft fotografisch festgehalten.

Cake-Smash-Partys sind auch hierzulande beliebt. (Foto: © rimmdream / Dollar Photo Club

Cake-Smash-Partys sind auch hierzulande beliebt. (Foto: © rimmdream / Dollar Photo Club

Unser Geburtstags-Tipp: So veranstalten Sie eine Cake-Smash-Party

Sie benötigen:

  • Ein Kleinkind
  • Eine cremige Torte mit hohem Sahneanteil
  • Einen waschbaren Unter- und Hintergrund
  • Ein Outfit, das schmutzig werden darf
  • Für schöne Fotos einen neutralen Hintergrund und eventuell Deko wie Luftballons oder Girlanden und natürlich einen Fotografen oder eine entsprechende Kamera

Die Durchführung des Cake-Smash-Events ist eigentlich selbsterklärend. Setzen Sie Ihrem Kind seine Torte vor die Nase und warten Sie ab, was passiert. Möchte es mit der einladend bunten Torte nicht so recht in Kontakt treten, animieren Sie Ihr Kind ruhig ein wenig. An diesem Tag darf es nach Herzenslust im Essen herummatschen. Bremsen Sie es also nicht, wenn es dabei vollen Körpereinsatz zeigt. Natürlich ist es schade um die gute Torte und eigentlich sollte man Sie nicht verkommen lassen. Baden Sie Ihr Kind am besten vorher (und natürlich danach) und sorgen Sie für einen sauberen Untergrund. So können die Reste der Torte anschließend noch verzehrt werden.

 

Parabens e muitas felicidades sagt man in Brasilien, Boldog születésnapot in Ungarn
Die Geburtstagsbräuche in Brasilien und Ungarn haben mit den Ohren des Geburtstagskindes zu tun. Denn zum Geburtstag wird dem Geburtstagskind am Ohrläppchen gezogen – so oft, wie es alt geworden ist. Passend zur Sitte des Ohrenziehens gibt es ein ungarisches Lied, das darauf Bezug nimmt. Es bedeutet sinngemäß: „Gott möge dich schützen, bis dir die Ohrläppchen bis zu den Knöcheln reichen“.

 

Tillykke med fødselsdagen sagt man in Dänemark
Die Dänen machen aus ihrem Geburtstag kein Geheimnis. Ist der große Tag gekommen, wird das Haus mit einer Nationalflagge geschmückt. Hat ein Kind Geburtstag, werden nachts die Geschenke um sein Bett herum drapiert. So kann es sich gleich morgens beim Aufwachen am Anblick seiner Geschenke erfreuen.

 

Veels geluk met jou verjaarsdag sagt man in Südafrika
Am 21. Geburtstag bekommen Südafrikaner von ihren Eltern einen Schlüssel geschenkt. Dieses soll die Verantwortung des Geburtstagskindes für seine Zukunft symbolisieren. Mit dem Schlüssel sollen die Geburtstagskinder sinnbildlich die Tür zu ihrer Zukunft aufschließen. Der Schlüssel hat dabei nur Symbolcharakter und kann auch aus Alufolie oder Papier gefertigt sein.

Den symbolischen Schlüssel zu ihrer Zukunft bekommen Südafrikaner am 21. Geburtstag in die Hände gelegt. (Foto: © Voyagerix / Dollar Photo Club)

Den symbolischen Schlüssel zu ihrer Zukunft bekommen Südafrikaner am 21. Geburtstag in die Hände gelegt. (Foto: © Voyagerix / Dollar Photo Club)

 

Alles Gute zum Geburtstag sagt man in Deutschland und Österreich
Auch hierzulande gibt es in einigen Regionen besondere Geburtstagsbräuche. Dazu gehört zum Beispiel das Rathaustreppe-Fegen. Hat ein Mann bis zu seinem 30. Geburtstag noch keine Frau gefunden, muss er die Rathaus- oder Domtreppe fegen. Begleitet wird er von seinen Freunden, die die Treppe reichlich mit Kronkorken vorbereiten, damit es genug zu fegen gibt. Verbreitet ist dieser Brauch vor allem in Norddeutschland, gefegt wird beispielsweise die Domtreppe in Bremen oder die Rathaustreppe in Osnabrück. Analog dazu müssen unverheiratete Frauen an ihrem 30. Geburtstag Klinken putzen. Auch diese werden natürlich vorher von ihren Freunden entsprechend präpariert.

Unser Geburtstags-Tipp: So veranstalten Sie Klinken putzen oder Domtreppe Fegen selbst

In Ihrem Freundeskreis steht demnächst ein 30. Geburtstag an und das Geburtstagskind ist noch unverheiratet? Dann haben wir hier für Sie passenden Tipps:
Als Austragungsort eignet sich jedes öffentliche Gebäude, wo sich Freunde und Schaulustige einfinden können. Gibt es weder Dom noch Rathaus, kommen auch Schulen oder die Freiwillige Feuerwehr in Frage. Fragen Sie vorher nach, ob die Durchführung des Geburtstagsbrauchs an diesem Ort erlaubt ist, um Ärger zu umgehen. Als Vorbereitung muss die auserwählte Treppe mit Sand, Kronkorken oder Sägespänen verschmutzt werden. Um den Spaß aller Zuschauer zu erhöhen, kann der Besen präpariert werden. Es kann beispielsweise ein Stück Besenstiel durch ein Schlauchstück ersetzt werden. Eine andere Möglichkeit ist es, am Besen die meisten Borsten zu entfernen. Durch korrekte Antworten auf gestellte Fragen kann sich das Geburtstagskind bessere Reinigungsutensilien erarbeiten. Gefegt werden muss solange, bis eine Jungfrau sich erbarmt und den Fegenden
freiküsst. In großzügigen Auslegungen kann die Jungfrau auch eine junge weibliche Verwandte sein. Um das Vergnügen in die Länge zu ziehen, können die zusammengefegten Haufen immer wieder aufgewirbelt werden. Frauen müssen Klinken putzen. Die Prozedur ist ähnlich, jedoch müssen eben Türklinken von verschiedenen Verschmutzungen gereinigt werden. Beliebt sind dabei cremige Zutaten wie Mayo, Senf oder Honig. Auch hier muss solange geputzt werden, bis eine männliche Jungfrau die Dame freiküsst. Selbstverständlich sollten Sie das Gebäude so wieder verlassen, wie Sie es vorgefunden haben. Ist also das Geburtstagskind schon erlöst, bevor Treppe und Klinken sauber sind, muss jemand anders die Reinigung übernehmen.

 

Hartelijk gefeliciteerd sagt man in den Niederlanden
Groß gefeiert werden die sogenannten „Crown-Years“. Diese sind 5, 10, 15, 20 und 21 – an diesen Geburtstagen erwartet das Geburtstagskind ein besonders großes Fest mit teuren Geschenken. Auch der Platz des Gefeierten wird mit Blumen oder Girlanden festlich geschmückt.

 

Gratulerer med dagen sagt man in Norwegen
Ähnlich wie in Dänemark wird auch hier durch eine Nationalflagge angezeigt, dass im Haus jemand Geburtstag feiert. Das Geburtstagskind tanzt traditionell an seinem Ehrentag vor der Schulklasse, während die Klassenkameraden dazu singen.

Muss ein Kind in Norwegen an seinem Geburtstag vor seiner ganzen Klasse tanzen, darf es einen Freund oder eine Freundin um Unterstützung bitten. (Foto: © Petro Feketa / Dollar Photo Club)

Muss ein Kind in Norwegen an seinem Geburtstag vor seiner ganzen Klasse tanzen, darf es einen Freund oder eine Freundin um Unterstützung bitten. (Foto: © Petro Feketa / Dollar Photo Club)

 

 

Yom Huledet Same’ach sagt man in Israel
Die wichtigsten Geburtstage für jüdische Kinder sind der 13. Geburtstag bei Jungs und der 12. Geburtstag bei Mädchen. An diesen Tagen finden die Geburtstagsbräuche Bar Mitzwa für Jungen und Bat Mitzwa für Mädchen statt. Beide Feiern symbolisieren den Eintritt in die religiöse
Gemeinschaft der Juden. Eigentlich bezeichnen sie keinen Geburtstagsbrauch, weil beide Initiationsfeste auch zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden können.

 

Chúc mừng sinh nhật sagt man in Vietnam
In Vietnam sind die Sitten und Bräuche etwas anders, als wir sie kennen. So spielt der tatsächliche Geburtstag einer Person keine große Rolle. Alle Geburtstage werden an „Tet“, dem Neujahrstag gefeiert. Oft wissen Vietnamesen nicht einmal den genauen Tag ihrer Geburt. Ein Baby wird am Neujahrstag ein Jahr alt, unabhängig davon, ob es zu diesem Zeitpunkt zwölf oder zwei Monate alt ist. Am Morgen von Tet erhalten Kinder von ihren Eltern und anderen engen Verwandten und Freunden rote Umschläge, die sogenanntes Glücks-Geld enthalten.

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Geburtstagsfeier im alten Griechenland

geburtstagsfeier-titelbildViele kennen die Situation: Im nächsten Monat steht der eigene Geburtstag an und es gibt einfach noch keine gute Idee, wie die Geburtstagsfeier ablaufen soll. Für einen Gastgeber sind vor dem eigenen Geburtstagsfest viele Fragen zu klären, die beispielsweise das Motto, einzuladende Gäste, Bewirtung und kreative Darbietungen betreffen. Dabei ist die Überlegung, wie die eigene Geburtstagsfeier ablaufen soll, alles andere als ein neuzeitliches Problem. Schon die alten Griechen wussten ihren Geburtstag zu feiern. Wer wirklich keine Ideen für ein Geburtstagsgeschenk oder die eigene Feier hat, kann sich durch die Bräuche der alten Griechen inspirieren lassen.

So entwickelte sich die Geburtstagfeier im alten Griechenland

Die Geburtstagsfeier, wie wir sie kennen, hat es im alten Griechenland anfangs noch nicht gegeben. Zunächst war der Geburtstag lediglich ein religiöses Fest und galt der Götterverehrung. Neben der Geburt von olympischen Gottheiten wie Zeus oder Athene, wurden ebenso Helden und andere bedeutende Persönlichkeiten der griechischen Gesellschaft geehrt. Insbesondere die Göttergeburtstage waren ein wichtiges Element des altgriechischen Alltagslebens. Im Laufe der Zeit entwickelte sich das Geburtstagsfest zu einem persönlichen Fest, was sich gar nicht mal so sehr von unserem heutigen Verständnis einer Geburtstagsfeier unterscheidet. Es gab Geschenke, Musik, Tanz und einen Festschmaus. Aus den sich in der Antike langsam entwickelnden Bräuchen zum Geburtstag können wir einiges mitnehmen und Ideen für eine eigene und besondere Geburtstagsfeier ableiten.

Am Geburtstag auch an andere denken

geburtstagsfeier-kuchenAls zuerst rein religiöses Fest standen früher vor allem Opfer und Gebet im Mittelpunkt der Geburtstagsfeier. Insbesondere Opferkuchen sollen zur Ehrerbietung einer Gottheit bei den alten Griechen beliebt gewesen sein. Antipatros schreibt beispielsweise, wie sehr sich doch der Gott Zeus über seine Opferkuchen freute. Apropos Opfergaben: Hier können wir von den alten Griechen lernen und an unserem Ehrentag auch mal an Andere denken. So kann ein Gastgeber im Zuge einer Geburtstagsparty etwas für eine gemeinnützige Organisation spenden und die Gäste darauf hinweisen. Bei größeren Veranstaltungen kann ein Gastgeber natürlich auch einen kleinen Spendenstand für das örtliche Kinderhilfswerk aufstellen. Der gemeinnützige Wille des Gastgebers wird von Geburtstagsgästen in der Regel sehr positiv aufgenommen.

Unter einem Gott geboren sein – wie geht das denn?

Besonders die Geburtstage der Götter wurden im alten Griechenland gefeiert. An solchen Tagen feierte die gesamte Bürgerschaft gemeinsam. Diejenigen, die an dem Geburtstag des Gottes selbst geboren worden sind, standen unter dessen besonderem Einfluss. Früher war es allgemeiner Glaube, dass das Schicksal einer Person dann eng mit der Gottheit verwebt war und sie entsprechend zu einer besonderen Verehrung der Gottheit angewiesen ist. Aus dieser Verehrung entwickelte sich die erste Art der persönlichen Feier: So wurde die eigene Geburt an Tagen des Göttergeburtstages auch in persönlicher Ehrerbietung mitgefeiert. Geburtstagsfeiern waren im Übrigen an der Tagesordnung: Etwa ein Drittel eines Monats oder mindestens eine zehntätige Woche im Jahr waren einem bestimmten Gott gewidmet. So blieb eigentlich kaum ein Tag, der nicht eine entsprechende Veranlassung zum Feiern bot. Wie wäre es aus heutiger Sich einmal mit einem besonderen Geburtstagsmotto? Finden Sie heraus, welche berühmte Persönlichkeit an Ihrem Geburtstag geboren wurde und entwickeln Sie ein entsprechendes Motto für Ihre Geburtstagsfeier.

Glückwünsche und Einladungen mit persönlicher Note

Auch persönliche Glückwünsche waren früher üblich. So haben Verwandte und Freunde ihre Teilnahme am Geburtstag zumeist herzlich bekundet und das Geburtstagskind am Ehrentag seines Gottes begleitet. Die persönlichen Glückwünsche der alten Griechen können uns insbesondere in unserem modernen digitalen Zeitalter eine Lehre sein: In Zeiten von sozialen Netzwerken wie Facebook wissen wir oft gar nicht mehr, wann jemand Geburtstag hat. Lediglich die Benachrichtigung auf dem Bildschirm macht heutzutage noch auf einen Geburtstag aufmerksam. Mehr als ein paar nett gemeinte Floskeln als Kommentar resultieren daraus dann auch nicht. Wer mit alten Mitschülern und Freunden Kontakt behalten möchte, sollte sie vielleicht gleich persönlich anrufen oder sie besuchen. Auch der Gastgeber einer Geburtstagsfeier kann weit mehr tun, als die Einladung per Rundmail zu verschicken. Wie wäre es denn mit einer besonders schönen und individuellen Geburtstagseinladungskarte für Bekannte, Freunde und Familie?

Geschenke, die von Herzen kommen

Geschenke waren auch bei den alten Griechen üblich. Angeblich haben die Griechen den Brauch des Schenkens am Geburtstag aus dem alten Ägypten übernommen. Insbesondere bemalte Vasen sollen eines der ersten typisch altgriechischen Geburtstagsgeschenke gewesen sein. Mit Motiven über Geburt, Pflege und Erziehung, Bilder der Götter und Helden wurde der Tag der Geburt geehrt. Auch Keramiken mit Bildern von Kampfspielen wurden als Glückwunsch für vollbrachte Taten geschenkt. Hier können wir wieder von den Griechen lernen: Anstatt viel teure Dinge und eigentlich unnütze Dinge zu verschenken, bietet sich etwas Hübsches und Selbstgebasteltes an. Selbstgemachte Geschenke sind nicht nur viel persönlicher, sondern kommen vor allem von Herzen. Auch als Gastgeber lässt sich einiges selbst machen: Beispielsweise freuen sich Gäste, wenn sie mit schönem selbstgebastelten Tischdekor begrüßt werden.

Liebe Gedanken als Präsent

geburtstagsfeier-papyrusrolleAuch Geburtstagsgedichte waren bei den alten Griechen üblich, wobei dieser Brauch wahrscheinlich von den Römern ausging zu den Zeiten, als diese Griechenland besetzten. Häufig dienten die Gedichte dazu, ein persönliches Geschenk zu begleiten und waren als kleine, nett gemeinte Zweizeiler verfasst. Ein selbstgeschriebenes Gedicht ist natürlich auch in heutiger Zeit ein ganz besonderes Geburtstagsgeschenk. Ein kurzer Text mit lustigen Gags oder Anekdoten aus dem Leben des Geburtstagskindes bereichert jede Geburtstagsrunde ungemein. Ein eigenes Geburtstagsgedicht vorzutragen, sorgt nicht nur beim Beschenkten, sondern auch bei der gesamten Belegschaft für gute Laune. Auch als Gastgeber darf man ruhig mal seine poetische Ader zeigen und vielleicht sein Gedicht für die Gäste zum Besten geben. Mit dem Text kann sich ein Geburtstagskind beispielsweise für die langjährige Freundschaft bedanken. Ein selbstgeschriebener Zweizeiler macht sich natürlich auch auf einer hübschen Einladungskarte gut.

Geburtstagsrede für die Gäste

Etwas ungewöhnlicher war die Sitte der Geburtstagsrede. Die Reden wurden typischerweise vornehmlich nach den Gebeten und vor der Darbringung der Geschenke gehalten. Hier hatte der Verfasser so einige Dinge im Text hervorzuheben: Ist es Neumond? Welcher Gott steht mit dem Tag in Verbindung? An welche Jahreszeit und welches Gottesfest soll die Rede anknüpfen? Welche körperlichen und geistigen Eigenschaften des Geburtstagskindes lassen sich mit mythischen Parallelen in Verbindung bringen? Welche besonderen Taten und Stoff zum Lobe hatte das Geburtstagskind vollbracht? Erst dann folgten Glückwünsche und Gebete für ein langes Leben. Ganz so kompliziert muss es bei heutigen Geburtstagsreden natürlich nicht sein. Aber auch als Gastgeber kann man sich einen besonderen Vortrag überlegen und den Gästen zur Unterhaltung darbieten. Wie wäre es beispielsweise mit einer witzigen Anekdote einer gemeinsamen Situation mit jedem Partygast?

Am Geburtstag das Leben feiern

Aus alten Gedichten konnte man rekonstruieren, dass auch Musik und Tanz auf der Geburtstagsfeier üblich gewesen ist. Sogar Aufführungen mit Musik, Gesang oder Tanz wurden überliefert. Im Mittelpunkt der Feier stand neben den Göttern schlichtweg die Freude am Leben. Genau das können wir auch in unsere heutigen Feiern mit einbringen. Anstatt gelangweilt zu Hause zu sitzen und lediglich Geschenke entgegen zu nehmen, lässt sich viel mehr aus einer Geburtstagsfeier machen: Genießen Sie gemeinsam mit Ihren Gästen die Feier. Am Tag des Geburtstages feiern wir schließlich das Leben. Das gemeinsame und herzliche Zusammensein mit Freunde und Familie ist das, was an diese Tag zählt. Warum also die eigene Geburtstagsfeier nicht mit Musik, Tanz und vielen Freuden im Hinterkopf planen?

Den Geburtstagsschmaus selber kochen

geburtstagsfeier-griechenland_Große Geburtstagsessen waren im alten Griechenland lange Zeit unbekannt. Gemeinsame Speisen am Geburtstag haben sich im Laufe der Zeit zu mit großem mit Aufwand betriebenen Festessen entwickelt. Hier war der Gastgeber gefragt und hatte seine Gäste reich mit Getränken und Speisen zu bewirten. Ob es auf der eigenen Geburtstagsfeier zu den später oftmals überlieferten wilden Trinkgelagen kommen muss, ist jedem selbst überlassen. Vielmehr sollte der Gastgeber die Chance nutzen und seine Liebsten mit einem selbstgekochten Festessen empfangen. Passend zu diesem Artikel vielleicht auch einmal nach griechischer Art: Die Küche aus dem Mittelmeerraum mit Oliven, Fetakäse und guten Wein ist im Moment ja sowieso bei uns angesagt.

Ideen für die eigene Geburtstagsfeier:

Wie Sie sehen können, war der Geburtstag schon im alten Griechenland ein besonderer und vor allem sehr vielfältiger Brauch. So zeigen uns die Griechen insbesondere das, was bei einer Geburtstagsfeier wirklich zählt: Gemeinsam mit den liebsten Menschen das Leben feiern und sich ehrlich und persönlich gegenüberzutreten. Wenn Sie einmal wirklich nicht wissen, was Sie an Ihrem nächsten Geburtstag veranstalten sollten, denken sie doch einmal an diesen Grundsatz. Ihnen fällt bestimmt etwas ein!

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Die Geschichte der Geburtstagskarte – Tradition seit dem Mittelalter

Schon seit Jahrhunderten ist es ein schöner Brauch, sich zu verschiedenen Anlässen Geschenke zu machen und Glückwunschkarten zu schicken. Ob zum Geburtstag, zum neuen Jahr oder zu Weihnachten – Karten übermitteln gute Wünsche und lassen einen wissen, dass jemand an einen denkt. Die Tradition der Glückwunschkarten ist eng mit dem Überreichen von Geschenken verbunden. Wir zeigen, wie sich der Brauch des Schenkens und der der Geburtstagskarte geschichtlich entwickelt haben.

Geschenke sind so alt wie die Menschheit

glueckwunschkarte-langSeit es Menschen gibt, beschenken sie sich gegenseitig. Dabei waren es früher vor allem reiche und mächtige Leute, die Geschenke gemacht haben. Bei den Griechen und Römern durften Gäste beispielsweise oft die kostbaren Becher behalten, aus denen während eines Gelages die Getränke gereicht wurden. Doch auch einfache Leute beschenkten sich gegenseitig zu verschiedenen Anlässen. Die Gaben fielen entsprechend geringer aus, aber es galt vor allem die Geste und weniger der Wert des Geschenks. Vor allem der Jahresbeginn war ein beliebter Anlass, sich zu beschenken.

Die ersten Glückwunschkarten waren Neujahrskarten

So war auch die erste dokumentierte Glückwunschkarte überhaupt eine Neujahrskarte, die im Jahre 1415 ihren Empfänger erreichte. Allerdings geht man davon aus, dass hierzulande auch schon im frühen 14. Jahrhundert einfache Holzschnitte als Neujahrsglückwünsche produziert wurden. Die erste konkrete Überlieferung in Deutschland stammt jedoch erst aus dem Jahr 1493. Ob es sich bei dieser Karte um eine Glückwunschkarte zum Geburtstag handelte, ist jedoch unklar.

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Aufwändig gestaltete Geburtstagskarte aus Kanada (Foto: © in pastel / flickr – CC BY 2.0)

Geburtstagskarten waren der gehobenen Gesellschaft vorbehalten

Endgültig beliebt wurden Geburtstagskarten im 18. und 19. Jahrhundert. Allerdings waren die Karten zu diesem Zeitpunkt meist noch höheren Gesellschaftsschichten vorbehalten. Sie wurden zumeist dann verschickt, wenn der Absender nicht persönlich erscheinen konnte, um seine Glückwünsche zu übermitteln. Die Konzentration auf die bessere Gesellschaft ließ sich schon allein dadurch erklären, dass die Herstellung von Glückwunschkarten mit hohen Kosten verbunden war. Einfache Leute konnten sich solche Karten also einfach nicht leisten. Deutlich wird dies an einem Beispiel einer Weihnachtskarte aus dem Jahr 1843:

So entstanden Karten

Der Brite Henry Cole wollte gern eine Weihnachtskarte produzieren lassen. Um diese zu gestalten, wurde der Künstler John Callcott Horsley beauftragt, der ein handkoloriertes Motiv erstellte. Die Karte trug den Text “A Merry Christmas and a Happy New Year to You”. Produziert wurde sie in einer Auflage von 1000 Stück. Natürlich hat Henry Cole keine tausend Karten für seine Freunde und Verwandten benötigt. Alle Karten, die er selbst nicht verwenden konnte, wurden zu einem Preis von einem Schilling pro Stück verkauft, was für damalige Verhältnisse ein sehr hoher Preis war.

Veraltete Verfahren der Kartenherstellung

Die Verfahren, die früher zur Herstellung von Geburtstagskarten eingesetzt wurden, waren selbstverständlich noch wesentlich weniger ausgereift. An eine Massenproduktion war nicht zu denken. Die gängigsten Verfahren waren:

  • Kupferstiche:
    Das Motiv wird in eine Kupferplatte „hineingekratzt“, es handelt sich um ein Tiefdruckverfahren. Die dabei entstehenden Linien nehmen später Farbe auf. Mit Hilfe einer Walzenpresse wurde das so entstandene Bild auf Papier gedruckt. Der Aufwand für die Erstellung einer solchen Vorlage war relativ hoch, dafür waren mehrere Abzüge möglich. Aus einer sehr guten Vorlage konnten ungefähr 500 bis 600 Abzüge gemacht werden, allerdings ließ die Qualität stetig nach, bis die Linien zuletzt nicht mehr tief genug waren, um das Motiv noch detailgetreu abbilden zu können.
  • Lithographien:
    Mit diesem Flachdruck-Verfahren ließen sich Motive in großer Auflage herstellen. Die auch als Steindruckverfahren bekannte Methode arbeitet mit dem Gegensatz von Fett und Wasser. Angefeuchtete Bereiche des Druckmotivs stoßen die fetthaltige Farbe ab, andere Bereiche nehmen sie auf. So kann mit Hilfe eines Pressverfahrens das Motiv auf Papier gebracht werden. Da der Aufwand hoch ist, ist die Lithographie heute nicht mehr wirtschaftlich.
  • Chromolithographie:
    Als Weiterführung der Lithographie waren mit diesem Verfahren auch Farbdrucke möglich. 1837 wurde das Verfahren patentiert und war bis in die 1930er Jahre das wichtigste Verfahren für die Herstellung von farbigen Illustrationen. Auch dieses Verfahren war sehr aufwändig und dadurch auch verhältnismäßig teuer.
    Holzschnitte: Beim Holzschnitt handelt es sich um ein Hochdruckverfahren. Das Motiv wird aus einem Holzbrett herausgeschnitten, wobei die zu druckenden Flächen stehen bleiben. Das Motiv ist also erhaben, ähnlich wie bei einem Stempel. Auch wenn das gleichmäßige Drucken einige Übung erforderte, war der Holzschnitt ein preiswertes Verfahren, das auch für Geburtstagskarten zum Einsatz kam.

Individuelle Karten für Glückwünsche und Einladungen

Heute werden fotografische Drucktechniken verwendet, die große Auflagen ausgewählter Motive zulassen. Gleichzeitig erlauben moderne Druckverfahren jedoch auch kleine Auflagen. So ist es möglich, Einladungen zum Geburtstag, Weihnachtskarten oder andere Karten nach individuellen Wünschen in kleiner Stückzahl drucken zu lassen. Die Vielfalt der Möglichkeiten ist dabei nahezu unbegrenzt. Es kann entweder ein komplett eigenes Design erstellt und gedruckt werden. So sind die Karten absolut individuell. Eine andere Möglichkeit ist es, Vorlagen zu benutzen, die individualisiert werden können. Bestehende Designs werden um eine persönliche Note, ein Zitat oder ein Bild ergänzt und ergeben so eine schöne und einzigartige Einladung zum Geburtstag oder einen Glückwunsch zu einem anderen Anlass. Dies geht über das Internet sehr schnell und ist denkbar unkompliziert, sodass jeder heute die Möglichkeit hat, schöne und persönliche Karten zu jedem Anlass bekommen.

Bei uns können Geburtstagskarten und Einladungen schnell und einfach individuell gestaltet und gedruckt werden. (Foto: © www.geburtstagseinladung-paradies.de)

Bei uns können Geburtstagskarten und Einladungen schnell und einfach individuell gestaltet und gedruckt werden. (Foto: © www.geburtstagseinladung-paradies.de)

Fertige Karten lassen keine Wünsche offen

Darüber hinaus gibt es im Handel unendlich viele fertige Geburtstagskarten, die nur noch mit einem individuellen Gruß versehen werden müssen. Sie sind mal klassisch, mal frech, manche gehen auf einen bestimmten Geburtstag ein, andere sind altersunabhängige Glückwünsche. Manche verfügen über integrierte Fächer für Geldgeschenke, sie spielen ein Lied, wenn man sie öffnet oder es entfaltet sich eine dreidimensionale Torte. Es gibt Karten für Kinder, klassische Karten für Bekannte, humorvolle Karten für Freunde oder seriöse für Kollegen – für jeden die passende Grundlage für die guten Wünsche.

Formate von Geburtstagskarten

Die gängigsten Karten sind entweder Postkarten oder Klappkarten. Bei Klappkarten ist nahezu jedes Format möglich, von der Mini-Karte bis zum riesigen Geburtstagsgruß. Etabliert haben sich jedoch Formate, die als Standard-Briefe verschickt werden können. Früher war es üblich, Postkarten als Geburtstagskarte zu verschicken. Diese offene Form geriet jedoch aus der Mode, als die Glückwünsche immer persönlicher wurden. Fortan bevorzugten die meisten Menschen Klappkarten in geschlossenen Kuverts, bei denen nur der Beschenkte den Inhalt der Karte lesen konnte. Hinzu kam, dass mit dem gestiegenen Wohlstand der 60er Jahre auch die Qualität der Geburtstagskarte immer mehr zunahm. Zum guten Stil gehörte es demnach, eine Karte im Kuvert zu verschicken, um damit seine Wertschätzung zum Ausdruck zu bringen.

Geburtstagskarten persönlich übergeben oder verschicken?

Ob die Karte geschickt oder persönlich übergeben werden soll, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Ist die geografische Distanz zu groß für eine persönliche Übergabe, ist der Postversand die einzige Möglichkeit, die Karte zu übermitteln. Wird als Geburtstagsgeschenk ein Gutschein oder ein Geldgeschenk überreicht, kann man dies einfach in eine Geburtstagskarte schreiben und seinem Geschenk so einen hübschen Rahmen geben. Auch als Beigabe zu einem Geschenk sind Glückwunschkarten beliebt.

Geburtstagskarten – beliebt wie eh und je

Obwohl der Stellenwert von Briefen immer mehr abnimmt, weil die Leute zunehmend E-Mails verschicken, ist die Geburtstagskarte nach wie vor beliebt. So wurden im Jahr 2010 insgesamt knapp 640 Millionen Glückwunschkarten verschickt. Dies entspricht 8,3 Karten, die jeder Deutsche pro Jahr verschickt. Die kurze Zeit populären E-Cards, die individuelle Glückwünsche per Mail versendet haben, konnten sich nicht durchsetzen. Zu oft waren sie fehlerhaft und übertrugen Viren auf den Computer des Empfängers, sodass die meisten Menschen auch heute noch lieber zum Stift greifen und ihre Glückwünsche klassisch in eine Geburtstagskarte schreiben. Und ist der persönliche Gruß nicht doch der schönste? Geburtstagseinladungs-Paradies wünscht viel Spaß beim Verschenken!