Die grüne Geburtstagsparty – so wird sie ein Erfolg

Öko? Na logisch! Immer mehr Menschen legen Wert auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Auch die Geburtstagsparty muss bei dieser Einstellung nicht außen vor bleiben. Planen Sie Ihre Geburtstagsfeier doch einmal ganz bewusst umweltfreundlich. Mit weniger Müll, einem geringen Stromverbrauch und gesunden Snacks leisten Sie einen wertvollen Beitrag für die Umwelt und für Ihr Gewissen. Wir zeigen, wie Sie eine coole und trotzdem nachhaltige Party organisieren können.

Junge Leute mit Bier

Feiern Sie Ihre grüne Party mit Freunden im Park oder im Garten. (© iko – stock.adobe.com)

Feiern im Freien mit guter Anbindung

Der Sommer naht in großen Schritten. Als Location für die Geburtstagsparty bietet sich also durchaus ein Platz im Freien an. Ideal für die Organisation ist natürlich der heimische Garten. Geschirr muss nur rausgetragen werden, für kalte Getränke sorgt der hauseigene Kühlschrank. Haben Sie keinen eigenen Garten, könnten Sie gute Freunde oder Verwandte fragen, ob Sie dort feiern können. Dabei sollten Sie allerdings realistische Vorstellungen vom Ausmaß der Party, der erwarteten Gästezahl und dem Charakter der Gäste haben. Denn Tante Gerda ist sicher nicht erfreut, wenn Sie ihr einen entspannten Nachmittag mit wenigen ruhigen Gästen schmackhaft machen, aber am Ende 40 Familien kommen, deren kleine Kinder die liebevoll gezüchteten Rosen zertrampeln, oder alle Ihre Heavy-Metall-Freunde nebst Instrumenten und Soundanlage. Wenn sich kein Garten finden lässt, ist auch ein öffentlicher Park eine mögliche Location für die Geburtstagsfeier. Ideal ist ein Park, der gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Rad erreichbar ist. Statt einer Anfahrtsbeschreibung mit dem Auto schicken Sie Ihren Gästen dann einfach die umliegenden Haltestellen von Bus und Bahn nebst den verkehrenden Linien. Feiern Sie an einem abgeschiedenen Platz mit schlechter Anbindung, organisieren Sie doch schon im Vorfeld mögliche Fahrgemeinschaften oder bieten Sie einen Shuttledienst zum nächsten Bahnhof an.

Frau auf Fahrrad

Animieren Sie Ihre Gäste ruhig dazu, mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmitteln zu kommen. (© Bakharev – stock.adobe.com)

Rechtzeitig an die Einladungen denken

Damit alle Gäste pünktlich den Weg zur Partylocation finden, sind Einladungskarten unerlässlich. Eine Möglichkeit ist es, diese auf elektronischem Weg zu verschicken. Das spart Papier, ist aber weniger stilvoll als das Verschicken von richtigen Einladungen. Eine große Auswahl an individuellen Geburtstagskarten bekommen Sie im Geburtstagseinladung-Paradies. Entscheiden Sie sich bei der Papierauswahl für FSC-zertifizierte Sorten. Das Zertifikat stellt sicher, dass das verwendete Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. Die Bestellung ist denkbar einfach: Suchen Sie sich aus den zahlreichen Motiven einfach Ihr liebstes aus. Dieses können Sie individuell anpassen, beispielsweise durch ein Foto oder Ihr Lieblingszitat. Beim Druck kommen modernste Geräte zum Einsatz, die energieeffizient arbeiten und somit ebenfalls einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Nach dem Druck bekommen Sie die bestellten Einladungen per Post zugeschickt. Idealerweise verschicken Sie Ihre Karten etwa zwei bis vier Wochen vor der Geburtstagsfeier. Laden Sie Kollegen oder Freunde ein, die Sie regelmäßig treffen, überreichen Sie die Karten am besten persönlich.

Tischlein, deck dich: Keramik statt Plastik

Sind die Einladungen übersandt, geht es an die konkrete Planung der Geburtstagsparty. Zunächst sollten Sie sich grob Gedanken über das Essen machen, damit Sie anschließend Tische, Geschirr und Besteck organisieren können. Vor allem bei einer Location im Freien, die ein Stück von Ihrem Zuhause entfernt ist, bietet sich Einweggeschirr an. Dieses ist jedoch überhaupt nicht nachhaltig und produziert eine Menge überflüssigen Müll. Vor allem Plastikgeschirr ist Gift für die Umwelt. Entweder stellen Sie also ausreichend Geschirr und Besteck zur Verfügung, oder Sie bitten jeden Gast, seinen eigenen Teller mitzubringen. So kann jeder von seinem eigenen Teller essen und diesen anschließend wieder mit nach Hause nehmen. Das erspart auch eine Menge Abwasch nach der Party. Haben Sie nicht genug Geschirr im Haus, möchten aber nicht, dass jeder Gast einen eigenen Teller mitbringen muss, können Sie Freunde oder Nachbarn um Leihgaben bitten. Wenn Sie eh ein Catering bestellen wollen, statt Speisen selbst zuzubereiten, können Sie auch dort anfragen, ob Leihgeschirr gestellt wird. Oder Sie verzichten auf Essen, für das Teller benötigt wird. Fingerfood ist lecker, sieht gut aus und benötigt kein Geschirr.

Keine Party ohne gutes Essen

Bei einer richtigen Öko-Party sollte natürlich auch das Essen nachhaltig sein. Das bedeutet aber nicht, dass Ihre Gäste den ganzen Abend nur an faden Bio-Karotten knabbern dürfen. Achten Sie vielmehr darauf, regionale und saisonale Produkte zu kaufen. Hier halten sich die CO2-Emissionen in Grenzen, weil keine langen Transportwege nötig sind. Auch auf Fleisch müssen Sie nicht generell verzichten. Kaufen Sie aber Bio-Fleisch vom Metzger, auf dem Markt oder direkt beim Bauern. Das Fleisch ist dort nicht in kleinen Plastikschalen abgepackt, was zusätzlich das Müllaufkommen reduziert. Generell sollten Sie beim Einkaufen für die grüne Geburtstagsparty auf abgepackte Lebensmittel verzichten. Obst und Gemüse für Dessert, Kuchen und Fingerfood bekommen Sie lose in jedem Supermarkt. Kaufen Sie Snacks wie Chips und Gummibärchen in möglichst großen Einheiten, um auch hier unnötigen Müll zu vermeiden. Möchten Sie das Essen nicht selbst organisieren, gibt es inzwischen überall in Deutschland Caterer, die sich auf nachhaltige Partys spezialisiert haben. Bei solchen Green-Birthday-Caterern können Sie ein leckeres Menü zusammenstellen, ein Büffet ausrichten lassen oder leckere Snacks bestellen. Probieren Sie doch mal etwas Neues aus und begeistern Sie Ihre Gäste mit einer veganen Torte, die trotz des Verzichts auf alle tierischen Zutaten wie Milch und Eier ausgesprochen schmackhaft sein kann. Bei den Getränken bietet sich alles an, was in Glas- oder Mehrwegflaschen erhältlich ist. Verzichten Sie auf Einwegflaschen. Statt Wasser in Flaschen können Sie Leitungswasser in Karaffen bereitstellen. Mit wenigen Blättern frischer Minze aus dem Garten und ein paar Scheiben Zitrone erhalten Sie ein leckeres, aromatisches und umweltschonendes Getränk. An alkoholischen Getränken empfiehlt sich Bier, da auch dies im Gegensatz zu Schnaps oder Wein in Mehrwegflaschen erhältlich ist. Zudem gibt es inzwischen einige Brauereien, die sich auf Bio-Bier aus nachhaltiger Produktion spezialisiert haben.

Lagerfeuerromantik statt dröhnenden Bässen

Damit auf der Geburtstagsparty gute Stimmung aufkommt, ist Musik eine gute Sache. Doch in puncto Ökobilanz sind Musikanlagen nicht unbedingt die beste Wahl. Haben Sie in Ihrem Bekanntenkreis ein paar musikbegabte Freunde? Dann laden Sie diese unbedingt ein und sagen Sie vorher Bescheid, dass sie ihre Gitarren einpacken sollen. Mit lauschiger Hausmusik ist für eine angenehme Hintergrundbeschallung gesorgt, die die Nachbarn nicht stört und problemlos Gespräche zulässt. Um die romantische Atmosphäre noch ein wenig zu fördern, können Sie Kerzen (am besten aus echtem Bienenwachs) aufstellen, die für ein angenehm sanftes Licht sorgen. Im Garten bieten sich zudem Solarleuchten an, die sich tagsüber aufladen und abends Licht spenden. Möchten Sie es etwas heller haben, können Sie Lichterketten mit LEDs verwenden. Nutzen Sie am besten Lichterketten mit austauschbaren Glühbirnen, bei denen Sie die alten Birnen gegen LED-Glühlampen tauschen. Denn LED-Lampen verbrauchen viel weniger Energie als herkömmliche Lampen und haben gleichzeitig eine längere Lebensdauer.

Picknick mit Gitarrenmusik

Bei Gesang und Gitarrenmusik steigt die Stimmung in Einklang mit der Umwelt. (© oneinchpunch – stock.adobe.com)

Deko aus Wald und Garten: Natürlich schön

Setzen Sie auch bei der Deko auf Natur pur. Frische Zweige, Blumen oder Tannenzapfen können stimmungsvoll drapiert werden. Geben Sie Zapfen, Blütenblätter (idealerweise solche, die von alleine vom Baum abgefallen sind, beispielsweise kurz nach der Obstbaumblüte) und Moos in flache Glasschalen. Besser als Schnittblumen sind kleine Töpfe mit Pflanzen. Nach der Geburtstagsfeier kann jeder Gast ein solches Töpfchen mitnehmen. Gibt es eine Sitzordnung? Dann verzichten Sie auf klassische Tischkarten aus Papier. Nutzen Sie beispielsweise flache Steine, um dort den Namen des Gastes zu verewigen. Auch Baumrinde-Stücken können als Platzkarten verwendet werden. Oder Sie schreiben die Namen auf die Blumentöpfe und stellen an jeden Platz eine hübsche Pflanze. Sie wollen Girlanden und Konfetti? Sogar hierbei müssen Sie auf Nachhaltigkeit nicht verzichten. Es gibt inzwischen (natürlich kunterbuntes) Bio-Konfetti, das aus Reispapier oder alternativ aus Altpapier hergestellt wurde. Auch Girlanden findet man in der Öko-Ausführung. Wir wünschen viel Spaß bei Ihrer grünen Geburtstagsparty und wünschen alles Gute!