Eurovision Song Contest – feiern Sie mit!

Am 14. Mai ist es wieder soweit, wenn es in Stockholm (hoffentlich) heißt: 12 Punkte gehen an Deutschland! Denn der Eurovision Song Contest geht in eine neue Runde. Sie fiebern dem Ereignis schon gespannt entgegen und planen eine große Grand-Prix-Party? Vielleicht haben Sie ja auch vorher noch Geburtstag. Dann können Sie ideal den ESC und Ihre Geburtstagsparty miteinander verbinden. Laden Sie Ihre Freunde zum TV-Event ein und veranstalten Sie Ihr eigenes Voting. Weitere tolle Geburtstagstipps für das ganze Jahr finden Sie auch in unserem Geburtstagskalender für 2016.

Stockholm im Abendlicht

Der Sieger vom letzten Jahr darf den diesjährigen ESC austragen. Stockholm ist zum dritten Mal Gastgeber der Musikveranstaltung. (© Sergii Figurnyi – stock.adobe.com)

ESC: Was ist das überhaupt?

Schon seit 1956 wird der Eurovision Song Contest ausgetragen. Jedes Jahr treten dabei Künstler aus zahlreichen (meist) europäischen Ländern gegeneinander an, um das beste Lied zu küren. Veranstalter ist die Europäische Rundfunkunion (EBU). Teilnahmeberechtigt beim Eurovision Song Contest sind alle Rundfunkanstalten der EBU-Staaten. Neben europäischen Ländern sind auch einige benachbarte nordafrikanische und westasiatische Staaten in der EBU vertreten. Die Beliebtheit des Grand Prix beschränkt sich jedoch nicht allein auf die Teilnehmerländer. Auch über die europäischen Grenzen hinaus hat der ESC eine große Fangemeinde. So versammeln sich auch Australier, Japaner, Chinesen, Inder, Kanadier und Amerikaner vor dem Fernseher, wenn in Europa der Gesangswettstreit ausgetragen wird. Insgesamt hat der Eurovision Song Contest jährlich mehr als 200 Millionen Zuschauer.

Wer macht mit beim diesjährigen Grand Prix?

In diesem Jahr nehmen 42 Länder am Vorentscheid teil. Ursprünglich waren 43 Teilnehmer qualifiziert, Rumänien wurde jedoch aufgrund von Schulden bei der EBU vom Wettbewerb ausgeschlossen. Die Kandidaten müssen sich in zwei Halbfinalen ins Finale singen. Bei beiden Halbfinalen treten jeweils 18 Länder an, von denen 10 eine Runde weiterdürfen. Feste Finalplätze haben die sogenannten Big-Five-Länder, zu denen neben Deutschland auch Großbritannien, Italien, Frankreich und Spanien zählen. Auch das Gastgeberland Schweden muss sich als Gewinner des Eurovision Song Contests vom letzten Jahr natürlich nicht qualifizieren, sondern ist automatisch gesetzt. Am Ende treten 26 Kandidaten gegeneinander an, die am 14. Mai im Finale um den Titel singen. Für Deutschland ist Jamie-Lee im Rennen, die mit „Ghost“ antritt. Bekannt wurde sie durch die Casting-Show „The Voice of Germany“, die sie 2015 gewann. Ursprünglich hatte sich der NDR intern auf Xavier Naidoo als deutschen Kandidaten für den Eurovision Songcontest geeinigt. In der Show „Unser Song für Xavier“ sollte ein Titel für ihn bestimmt werden. Die NDR-Entscheidung stieß sowohl in der Öffentlichkeit als auch innerhalb der ARD aber auf heftigen Widerstand, sodass Naidoo schon nach wenigen Tagen wieder aus dem Rennen war. Stattdessen wurde in der Show „Unser Lied für Stockholm“ eine deutsche Kandidatin gesucht und Jamie-Lee konnte sich gegen die Konkurrenz durchsetzen.

Mikrofon im Scheinwerferlicht

In diesem Jahr kämpfen 42 Interpreten um den Grand-Prix-Sieg. Fiebern Sie mit, wenn es wieder heißt „Allemagne – douze points!“ (© Lukas Gojda – stock.adobe.com)

Vor dem großen Finale: Halbfinale und Vorberichte in TV und Internet

Wie in jedem Jahr wird der ESC in allen Teilnehmerländern live übertragen. Wer die volle Packung Grand Prix mitnehmen will, kann bereits jetzt verschiedene Übertragungen zum Eurovision Song Contest anschauen. Im „Eurovision Song Contest 2016 – Songcheck“ werden alle Teilnehmer einzeln vorgestellt. In vier Sendungen können Sie sich ein Bild aller Sänger machen. Übertragen werden die Songchecks auf Einsfestival vom 9. bis zum 12. Mai jeweils um 18:30. Einsfestival überträgt auch die Halbfinale sowie die Musikvideos aller 42 Teilnehmer. Für den Grand-Prix-Party-Marathon sollten Sie am 10. Mai mit dem ersten Halbfinale beginnen. Dieses wird ab 21 Uhr live sowohl auf Einsfestival als auch auf Phoenix übertragen. Auf eurovision.de gibt es einen Livestream mit barrierefreien Zugängen. Beim zweiten Halbfinale am 12. Mai haben die Deutschen ein Mitspracherecht für die Vergabe der Finalplätze. Auch dieses Halbfinale wird ab 21 Uhr auf Einsfestival, Phoenix und auf eurovision.de übertragen. Alle Sendetermine rund um den ESC finden Sie hier.

Das große Finale: Public Viewing oder Heimkino

Das große Highlight des alljährlichen Eurovision Song Contests ist natürlich das große Finale, das am 14. Mai stattfindet. Möchten Sie Ihre Geburtstagsfeier mit diesem Event verbinden, wäre natürlich ein Besuch in Stockholm das i-Tüpfelchen für den perfekten Geburtstag. Die Finalshow ist allerdings schon ausverkauft. Alternativ könnten Sie mit Tausenden anderer Fans beim Public Viewing in der Tele2 Arena in Stockholm mitfeiern und nebenbei noch ein wenig Sightseeing in der schwedischen Hauptstadt machen. Möchten Sie jedoch lieber mit Ihren Freunden feiern, ist eine ESC-Party in der Nähe die bessere Wahl. In vielen deutschen Städten finden Public Viewings des Finales statt. In Berlin, Hamburg, Hannover und Heidelberg können Sie sogar die Halbfinale schon in großer Feierrunde mit Freunden und Fremden begehen. Am großen Finaltag finden in sehr vielen Städten öffentliche Übertragungen der Live-Sendung statt. Die offizielle Deutschland-Party, von der aus auch die Punktevergabe übertragen wird, steigt in Hamburg. Ab 20:15 Uhr beginnt auf dem Spielbudenplatz der Countdown, ab 0:20 Uhr gibt es eine große Party.

Die Grand-Prix-Geburtstagsparty mit Freunden zu Hause feiern

Sie feiern lieber zu Hause? Kein Problem! Die ARD überträgt ab 20:15 Uhr live vom Eurovision Song Contest in Stockholm. Lassen Sie also Ihre ESC-Geburtstagsparty ganz einfach in Ihren eigenen vier Wänden steigen. Das hat natürlich einige Vorteile. Zum einen wissen Sie genau, wer an Ihrer Party teilnimmt. Zum anderen können Sie auch das Catering selbst bestimmen. Möchten Sie laut mitsingen, über einen Sänger schimpfen oder zwischendurch mal über die Hochzeit Ihrer alten Freundin Marlene reden, nimmt Ihnen dies niemand übel. Und das Beste: Sie können mit Ihren Freunden eine eigene Punkteverteilung festlegen oder auf den Sieger wetten. Machen Sie einfach Ihre eigene Abstimmung. Ob Sie einen echten Gewinn festlegen oder nur um die Ehre spielen, bleibt dabei Ihnen überlassen.

Checkliste für die ESC-Geburtstagsparty:

  • TV-Empfang überprüfen
  • Snacks und Getränke bereitstellen
  • fürs Party-Voting Stimmzettel mit allen Teilnehmern vorbereiten
  • ausreichend Stifte besorgen

Die Punktevergabe: So wird der Sieger ermittelt

Flaggen in Herzform auf Landkarte

Machen Sie auf Ihrer privaten ESC-Geburtstagsfeier ein eigenes Voting und bestimmen Sie mit Ihren Freunden zusammen Ihren Favoriten. (© Maksym Yemelyanov – stock.adobe.com)

Seit 1975 gibt es das sogenannte „douze points“-System, bei dem jedes teilnehmende Land 12 Punkte an seinen Favoriten vergeben darf. Das System blieb bis vor Kurzem nahezu unverändert. Lediglich die Abstimmungsberechtigten änderten sich immer wieder. Bis 1997 war eine Jury für die Punktevergabe zuständig. Diese bestand aus 16 Mitgliedern. Danach wurden Televotings eingeführt, bei denen auch das Publikum für seine Favoriten abstimmen konnte. Bewertet werden die 10 besten Interpreten mit den Punkten 1 bis 8, 10 und 12. 1998 wurde die Jury abgeschafft und die Bewertung ausschließlich dem Publikum übertragen. Seit 2009 teilen sich eine fünfköpfige Jury und das Publikum die Entscheidung. In diesem Jahr werden die Abstimmungsergebnisse von Jury und Publikum erstmals separat gerechnet, sodass jedes Land ganze 24 Punkte vergeben kann. Stimmberechtigt sind alle Länder, die sich für die Teilnahme qualifiziert haben, also auch die, die im Halbfinale ausgeschieden sind. In der Liveshow verkünden die Sprecher der einzelnen Länder (für Deutschland Barbara Schöneberger) die Ergebnisse des Juryvotings. Erst am Ende der Show erfahren die Zuschauer, wer gewonnen hat. Bisher war durch die laufende Punktevergabe häufig schon früh absehbar, wer gewinnen wird. Durch die Trennung der Votings von Jury und Zuschauern soll das vermieden werden. Am Ende wird die Rangfolge bekanntgegeben, wobei mit dem letzten Platz begonnen wird. Hierbei werden die Zuschauerergebnisse berücksichtigt. Am Ende steht der strahlende Sieger des diesjährigen Eurovision Song Contests fest.

Spannende Fakten zum Eurovision Song Contest

  • Die deutsche Jury besteht aus Sarah Connor, Anna Loos, Namika sowie Alec Völkel und Sascha Vollmer von The BossHoss.
  • Den Preis bekommt nicht der Interpret verliehen, sondern der Komponist des Siegertitels.
  • Die Show in Stockholm wird von Petra Mede und Måns Zelmerlöw, dem Gewinner von 2015, moderiert.
  • Das erfolgreichste ESC-Land ist Irland, es gewann den Titel 7 Mal.
  • Die meisten letzten Plätze gingen an Norwegen (insgesamt 11).
  • Der Künstler mit der weitesten Anreise kommt aus Australien.
  • Für die Interpreten des eigenen Landes kann nicht gevotet werden.
  • Deutschland ist als einziges Land von Anfang an und ununterbrochen beim Grand Prix dabei gewesen und feiert seine 60. Teilnahme.